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  • Single Family Office, Knowhow, Netzwerke und die gemeinsame Klammer «Ökosystem» – Markus Hill sprach für FONDSBOUTIQUEN.DE mit Markus Schwingshackl, Centro LAW, über Themen wie Gedankenaustausch, Positionierung sowie Professionalisierung in den Bereichen Asset Allocation und Asset Management. Club Deal, «Investment Club», Private Equity, Immobilien und Family Office-Konferenzen waren ebenso Themen des Gespräches wie auch «Geben & Nehmen», Kunst und Blockchain. Hill: Wie sehen Single Family Office Ökosysteme aus? Schwingshackl: Single Family Offices sind Wealth Management Dienstleister für eine Familie, die in den seltensten Fällen sämtliche Dienstleistungen intern erbringen können. Das Family Office ist zwangsläufig Teil eines Ökosystems, in dem es mit Spezialisten, Beratern und anderen Marktteilnehmern zusammenarbeitet, ohne seine Unabhängigkeit zu verlieren. Es gib hierzu keine Plug and Play Plattformen, denen man sich einfach anschliessen kann. Vielmehr gilt es bereits in der Planungsphase zu verstehen und zu definieren, wie ein Single Family Office sich positionieren, die Ausrichtung umsetzen und mit anderen Teilnehmern eines Ökosystems interagieren kann. Das Family Office bezieht in einer solchen Umgebung nicht nur einseitig Dienstleistungen, sondern zielt insbesondere auch auf positive Netzwerkeffekte und Partnerschaften ab, die beispielsweise in den Bereichen Investitionen oder Administration entstehen können. Partnerschaften waren immer schon wichtig für Family Offices, haben aber durch die fortschreitende Professionalisierung der Industrie einen noch höheren Stellenwert erhalten. So öffnen sich Single Family Offices immer mehr, um ihr Dienstleistungsspektrum zu verfeinern und mit weiteren Marktteilnehmern zusammen zu arbeiten, sodass der Zweck und Nutzen eines Ökosystems weit über das herkömmliche Outsourcing hinaus geht. Hill: Wie entstehen solche Ökosysteme in der Praxis? Schwingshackl: Viele Familien erkennen den Mehrwert von Partnerschaften und Netzwerken in ihrer geschäftlichen Tätigkeit. Für ihr Family Office bleibt er Ihnen allerdings manchmal verborgen, da sie von einem intransparenten Umfeld ausgehen. Oft sind es dann die Führungspersonen des Single Family Offices, die informell Kontakte zu anderen Markteilnehmern knüpfen, um Erfahrungen auszutauschen. Auch können Berater hier den Anstoss geben, indem sie gleichgesinnte Family Offices in Kontakt bringen. Darüber hinaus kann die Positionierung der Anlagen, z.B. Impact Investing, den Zugang zu Ökosystemen ermöglichen, in denen unterschiedliche Akteure zum Erreichen übergeordneter Ziele zusammenarbeiten. Idealerweise werden Ökosysteme und ihr Nutzen schon in die Planung des Family Offices mit einbezogen. Am Beginn des Assessments steht die Entflechtung der gesamten Wertschöpfungskette in ihre einzelnen Komponenten (Unbundling), um dann mittels Technologie als Zentrum und Drehscheibe eine Neubündelung mit internen und externen Kapazitäten vorzunehmen (Rebundling). Intern ist es hilfreich, wenn der anfängliche Fokus auf den Hauptkapazitäten liegt und man erst dann zu einem nachfolgenden modularen Ausbau übergeht. Eine weitere Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an Ökosystemen ist ein klarer interner Governance Rahmen mit dazugehörigen Richtlinien und Prozessen, um Schnittstellen effizient gestalten zu können. Externe Agilität ermöglicht es zudem, neue und sich verändernde Bedürfnisse schnell und effektiv zu bedienen, ohne interne Abläufe jeweils neu definieren zu müssen. Die zentrale Steuerung aller Aktivitäten verhindert dabei einen allenfalls ausufernden Opportunismus oder Aktivismus, um der festgelegten Ausrichtung treu zu bleiben. Abgerundet wird der Rahmen mit der strategischen Vorgabe hinsichtlich Partnerschaften mit gleichgesinnten Marktteilnehmern, die sich an gemeinsamen Werten und Überzeugungen orientieren. Markus Schwingshackl, Centro LAW Hill: Gibt es hierbei Grundsätze, die man befolgen sollte? Schwingshackl: Die Bedürfnisse der Familie stehen im Vordergrund, um die Ausrichtung zu definieren. Zudem ist Klarheit in der Planung und Umsetzung erforderlich. Familien wollen ihr Family Office optimal einsetzen und nutzen, wobei jede Familie und Situation ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen. Einen Grundsatz würde ich bei Family Offices generell beachten: Investment Management und Kontrolle sollten nicht unter demselben Dach erfolgen. Natürlich sind Ausnahmen möglich, erfordern dann aber sehr strikte Kontrollmechanismen mit allenfalls externer Unterstützung, um eine aktive und effektive Steuerung und Überwachung sicherzustellen. Die Abstimmung der Werte und Überzeugungen ist ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor, der mit jedem Teil des Ökosystems gegeben sein muss. Zudem sollten Abhängigkeiten durch eine klare Definition der extern bezogenen Dienstleistungen und entsprechende Nachfolgeregelungen vermieden werden. Je stärker die Familie und das Family Office nach innen blicken, um ihre Werte und Motivationen zu erfassen, desto einfacher werden sie die Aussenwirkung steuern können, die letztendlich die Qualität des jeweiligen Ökosystems beeinflussen wird. Hill: Welche weiteren Optionen haben Single Family Offices, um ihr Ökosystem zu erweitern? Schwingshackl: Ideal sind der Austausch und die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Single Family Offices, sowohl regional und als auch international. Es erstaunt mich manchmal, wie einsam Family Offices Herausforderungen gegenüberstehen, die man in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren effizient lösen könnte. Dabei sind Co-Investments mit anderen Family Offices ein guter erster Schritt, der von spezialisierten Investment Boutiquen und Brokern begleitet werden kann. Für grössere Family Offices können sich auch Club Deal Strukturen anbieten, die von anderen Family Offices oder Private Equity Firmen geführt werden. Ausschlaggebend für die Qualität solcher Ökosysteme ist stets der partnerschaftliche Gedanke, d.h. wer nur einen Investitionsvorteil für sich selbst sucht, wird lediglich oberflächlich vom positiven Netzwerkeffekt profitieren. Man muss sich bewusst sein, dass ein aktiver Beitrag zum Ökosystem notwendig ist und auch von den anderen Teilnehmern gefordert wird. Dem Sweetspot nähert man sich an, wenn die Bereitschaft zur Partnerschaft und die Beitragskapazität in grösstmöglichem Umfang gegeben sind. Für den Markteintritt in neue Regionen sind ein entsprechendes Netzwerk und Partnerschaften ebenfalls essenziell. Dabei kann das Ökosystem organisch wachsen oder gezielt ausgebaut werden, um Gemeinschaft, Vertrauen und nachhaltige Beziehungen zu fördern. In der Praxis sehe ich aktuell eine erhöhte Nachfrage nach Veranstaltungen, die einen vertrauten Rahmen zum Austausch, Teilen von Erfahrungen und zur Anbahnung von Partnerschaften bieten. Als Konferenz getarnte Sales Events ziehen immer weniger Single Family Offices an. Mittlerweile gibt es auch weltweit Family Office Vereinigungen und Zusammenschlüsse, in denen Mitglieder bewährte Vorgangsweisen teilen und gemeinsam Investitionen tätigen. Hill: In welchen Bereichen sehen Sie für Single Family Offices noch Nachholbedarf? Schwingshackl: Im Bereich Vermögensverwaltung hat man mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht und insbesondere in der Governance umfassende Richtlinien zur Asset Allocation, der Kontrolle und dem Investmentprozess implementiert. Damit ist man langfristig auf den Erhalt des Familienvermögens ausgerichtet. Viele Single Family Offices vernachlässigen allerdings die Einbindung der nächsten Generation sowie das Estate Planning und die Nachfolgeregelung. Diese Bereiche sind meines Erachtens mindestens genauso wichtig, um Vermögen über Generationen

  • „Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu“ (Danny Kaye). Real Assets werden auch in den kommenden Jahren auf ein ausgeprägtes Interesse bei institutionellen Investoren stoßen – Stichworte: Private Debt, Infrastruktur Equity und Immobilien. Markus Hill* sprach für FONDSBOUTIQUEN.DE mit Alexander Scholz, Telos GmbH, über die Ergebnisse der aktuell erschienen Telos-Studie zu diesem Themengebiet und über die Bedeutung von ESG-Kriterien und Impact Investing in diesem Segment. Zusätzliche Themen des Gespräches waren das Rating von Kryptofonds und die Allokation von Krypto-Assets, die Ankündigung eines Webcasts zum Thema der Real Asset-Studie sowie ein kurzer Ausblick auf die Themen des aktuell anstehenden 13. Wiesbadener Investorentags. Hill: Herr Scholz, in unserem letzten Meeting hatten Sie über reale Assets und digitale Welten gesprochen. Was hat sich seitdem bei TELOS getan? Scholz: Eigentlich könnten wir jetzt das ganze umdrehen und von digitalen Assets und realen Welten reden. Hill: Wie meinen Sie das? Scholz: Vor etwa einem Jahr sind wir mit der Distributed Ledger Consulting GmbH (DLC) eine strategische Kooperation im Bereich von Kryptofonds-Ratings eingegangen. DLC als Beratungsgesellschaft und Experte rund um Distributed Ledger Technologien (DLT) wie beispielsweise Blockchains sowie allen mit Digital Assets assoziierten Themen im Finanzmarktumfeld und TELOS als etablierte Ratingagentur für qualitative Analysen von Asset Management Prozessen stellen somit quasi die Verbindung zweier Welten – der des klassischen Asset Managements und der des Digital Asset Managements – her. Hill: Das bedeutet, TELOS betritt nun auch die digitale Welt des Asset Managements? Scholz: So kann man es ausdrücken. Wir sehen eine zunehmende Institutionalisierung des Themas Digital- und Krypto Assets. Dies wird nicht zuletzt durch die Finanzaufsicht und die EU unterstützt. Für institutionelle Anleger besonders hervorzuheben ist die richtungsweise Entscheidung des Gesetzgebers, Spezial-AIF gemäß §282 KAGB eine Allokation in Kryptowerten von bis zu 20% zu gestatten. Auch eine Initiative auf EU-Ebene (Entwurf EU-verordnung für Krypto-Märkte – MiCA), die Krypto-Assets faktisch klassischen Assets gleichstellt, unterstützt diese Entwicklung. Alexander Scholz, TELOS GmbH Hill: Sie gehen also davon aus, dass sich institutionelle Investoren zunehmend stärker mit den sog. Digital und Krypto Assets auseinandersetzen werden? Scholz: Erwarten wir nun einen „Run“ auf Krypto Assets durch institutionelle Investoren? Nein! Aber wir sehen durchaus ein steigendes Interesse bei dieser Anlegergruppe an dem Thema. Bei unserer letztjährigen Wiesbadener Alternative Konferenz hat TOBAM einen Vortrag zum Thema Bitcoin im Kontext einer Gesamt-Asset-Allokation gehalten. Dieser stieß auf großes Interesse bei den anwesenden Investoren. Auch die Ergebnisse unserer diesjährigen Spezialfondsmarktstudie belegen diesen Trend. In den USA sind die institutionellen Anleger schon einige Schritte weiter und haben Krypto Assets bereits als Baustein in ihre Asset Allokation integriert. Bestärkt wird dieses Vorgehen durch mehrere Studien, die einen positiven Einflusses einer gewissen Allokation von Kryptowerten in unterschiedlichen Portfoliokonstruktionen auf die Sharpe Ratio aufzeigen. Hill: Gibt es denn schon konkrete Ratingprojekte in diesem Bereich? Scholz: Auch wenn die Krypto Asset Fonds nicht wie Pilze aus dem Boden sprießen, so gibt es durchaus erste Angebote in diesem Bereich. Wir stehen aktuell kurz vor Abschluss des ersten Krypto-Fondsratings, das wir zusammen mit unserem Kooperationspartner DLC durchführen. Das Ratingergebnis werden wir in Kürze veröffentlichen. Auch mit anderen Fondsinitiatoren sind wir diesbezüglich im Austausch. Es dürften also weitere Ratings folgen. Hill: Bewegt sich TELOS auch noch in der realen Welt? Scholz: Nachdem ich ja beim letzten Mal ein Plädoyer für das „echte“ Leben gehalten habe, wäre es fatal, wenn ich nun nur noch über virtuelle Dinge reden würde. Spaß beiseite, aktuell sind wir in der finalen Vorbereitung unserer Investorenkonferenz am 23. Juni. Nachdem es in den letzten Jahren Corona-bedingt herausfordernd war, eine Präsenzveranstaltung zu planen und durchzuführen, können wir dieses Jahr entspannter sein, auch wenn wir nicht so stark betroffen waren wie andere große Veranstaltungen wie zum Beispiel der Institutional Money Kongress. Da hatten wir es mit unserem eher familiäreren Format leichter. Wir konnten mit etwas kreativer Zeitplanung und einer Portion Glück auch in 2020 und 2021 unseren Investorentag als Präsenzveranstaltung abhalten. Hill: Steht die Veranstaltung unter einem bestimmten Thema? Scholz: Da haben wir diesmal voll ins Schwarze getroffen. Mit dem Titel „Kreative Lösungsansätze in volatilen Zeiten – Verschuldung, Zinsniveau, Politik 2.0“ sprechen wir alle aktuellen Themen an, die derzeit Investoren bewegen. Zum Thema Inflation haben wir zudem mit Prof. Dr. Thomas Mayer vom Flossbach von Storch Research Institut einen anerkannten Experten als Keynote-Speaker gewinnen können. In den weiteren Fachvorträgen kommen Kapitalanlageexperten von nationalen und internationalen Assetmanagement-Gesellschaften zu Wort – darunter auch einige Vertreter Ihres Spezialgebietes „Fondsboutiquen“. Hill: Sie haben kürzlich zusammen mit artis Institutional Capital Management eine umfangreiche Studie zum Anlageverhalten institutioneller Anleger im Bereich der Alternativen Investments veröffentlicht. Können Sie uns ein paar Highlights verraten? Scholz: Zunächst gilt hier der Dank den vielen Teilnehmern, ohne deren Mitwirken die Studie nicht möglich gewesen wäre. Insgesamt haben mehr als 60 Investoren mit einem Anlagevolumen von rund 1,2 Billionen Euro die Fragen unserer Studie zu den Investment-Themen Immobilien, Alternative Assets und ESG beantwortet. Insofern sind die Ergebnisse absolut repräsentativ. Immobilien sind weiterhin eine bei institutionellen Investoren beliebte Anlageklasse, wenngleich die Wachstumsdynamik hier rückläufig zu sein scheint. Dies ist nicht zuletzt auf eine gewisse Sättigung bei den Investmentquoten zurückzuführen – viele Investoren haben ihre Maximalquoten erreicht. Neue Nutzungsarten sind nur noch bedingt gefragt. Private Debt und Infrastructure Equity dürften die neuen Stars in den kommenden Jahren werden. Hier sind massive Aufstockungen seitens der institutionellen Investoren vorgesehen. Insbesondere Energiethemen werden bei Infrastructure und Private Debt bevorzugt. Bei Erstinvestitionen in die Assetklasse Private Debt stehen Real Estate-Themen im Fokus der institutionellen Investoren. Das Thema Nachhaltigkeit hat weiter an Bedeutung gewonnen – sowohl exogen durch aufsichtsrechtliche Vorgaben ausgelöst, aber insbesondere auch in der internen Wahrnehmung seitens der institutionellen Investoren sowie der Berücksichtigung von ESG Aspekten bei Investitionen in Alternative Assets. Auch das Thema Impact Investing stößt auf zunehmendes Interesse seitens der Investoren. Die Erkenntnisse aus der Studie haben wir auch in einem kurzweiligen Web-Cast diskutiert, das in Kürze „viral“ gehen wird – eigentlich eine schöne Kombination aus realen Werten und virtueller Kommunikation. Vielen Dank übrigens an dieser Stelle für Ihre Moderation der Diskussionsrunde. Jeder der „Panelisten“ in der Runde hatte Freude an

  • Die Blockchain-Industrie rüttelt am traditionellen Finanzsystem und bringt unzählige neue Produkte und Lösungen auf den Markt. Es gibt jedoch noch immer viele Herausforderungen zu lösen. Unternehmen nehmen deshalb die Herausforderungen selbst in die Hand, gestalten die Industrie neu und entwerfen neue Erfolgsmodelle. Das Frankfurt School Blockchain Center sieht sich hier in der Aufgabe, motivierten Unternehmern, Führungskräften und Young Professionals ein breites Spektrum an Bildungsangeboten, Beratung, Events und Industry Insights anzubieten, damit diese Interessierten mit dem richtigen Know-How die Industrie mitgestalten können und so die Digitalisierung in Europa voranzutreiben. Autoren: Jan Carlos Janke, Philipp Sandner Einleitung Die Krypto-Industrie und deren Innovationen schreiten stetig voran. Es gibt mittlerweile spannende globale Entwicklungen, wie am Beispiel der Vorreiterrolle El Salvadors, wo Bitcoin als Landeswährung eingeführt wurde, ersichtlich wird. Nun folgen weitere Länder, wie die Zentralafrikanische Republik und Panama, die auch Bitcoin als legale Währung einführen. Zusätzlich steigt die Zahl an Unternehmensgründungen in der Krypto-Industrie sowie an Investitionen im Bereich Decentralized Ledger Technologies (DLT) und in Decentralized Finance DeFi stetig. Neuerdings sind auch Themen wie Non-Fungible-Tokens (NFT) sehr im Gespräch, da sie die Konzepte des digitalen Ausdrucks, der Kultur und des Eigentums neu definieren. Jedoch ist auch zu beobachten, dass das  schnell entwickelnde Ökosystem vielen schwer macht inhaltlich auf dem Laufenden zu bleiben. Je weiter die Industrie voranschreitet, desto öfter stößt man auf Herausforderungen, die es gemeinsam zu lösen gilt. Derzeitige Herausforderungen der Industrie sind mitunter Resistenz gegen Hacks und Sicherheitslücken,klare Richtlinien für die KYC/AML-Berichterstattung unter Wahrung der Privatsphäre,die einheitliche Klärung von Steuervorschriften auf EU-Ebene,zuverlässige Kandidaten für offene Jobs in der Industrie,klare Regeln wie DAOs als Rechtsform durchzusetzen sind undeine zuverlässige Interoperabilität zwischen Layer 1 Ökosystemen und realen Vermögenswerten herzustellen. Die Herausforderung bezüglich Web 3.0 und Kryptowährungen in Deutschland besteht darin, die digitale Sozialisierung voranzutreiben und Expertise zu entwickeln. Die Gestaltung des technologischen Fortschritts ist wesentlich für den wirtschaftlichen Standort Frankfurt am Main, für Deutschland und für Europa. Das Frankfurt School Blockchain Center trägt dazu bei, indem wir eine Plattform für Manager, Start-Ups, Technologie- und Industrieexperten bereitstellen und uns dort über neue Erkenntnisse und Best Practices austauschen. Mit unseren Partnern arbeiten wir an innovativen Konzepten bezüglich Decentral Finance (DeFi), Central Bank Digital Currencies (CBDC) und digitale Transformation. Das Portfolio des FSBC erstreckt sich über Forschung, Beratung, Bildung und Events. Philipp Sandner: “Die Zukunft ist dezentral: Blockchain wird unsere Gesellschaft verändern, Unternehmen und den Finanzsektor auf den Kopf stellen und auch die Art und Weise, wie wir mit Vielfalt in Führung und Technologie umgehen und sie leben. Es ist nun an jedem von uns Teil dieses Wandels zu sein.“ Jan Carlos Janke: “Blockchain, speziell digitale Identitäten und DeFi unter Berücksichtigung von NFTs und DAOs werden die Zukunft dramatisch verändern. Entweder wird sich auf eine immer schneller werdende Veränderung von Geschäftsfeldern eingestellt oder Disruption ist unausweichlich. Das Frankfurt School Blockchain Center verfolgt dementsprechend das Ziel, die Industrie aktiv mitzugestalten.” Ziele und Projekte des Frankfurt School Blockchain Centers Was ist das Frankfurt School Blockchain Center? Das FSBC ist ein Think-Tank und Forschungszentrum, welches sich in erster Linie auf die Erforschung der Auswirkungen der Blockchain-Technologie konzentriert. Neben der allgemeinen Forschung und der Entwicklung von Prototypen organisiert das FSBC zahlreiche Bildungsangebote für Studierende und Führungskräfte, darunter Kurse auf dem Campus, Workshops und Konferenzen. Was ist der Schwerpunkt? Derzeit konzentriert sich das FSBC auf Krypto-Assets, digitale Wertpapiere, den digitalen Euro, Tokenisierung von Vermögenswerten, Decentralized Finance (DeFi) und Non Fungible Tokens (NFTs). Welche Projekte? Im Einzelnen veranstalten wir die Crypto Assets Conference (CAC), das DLT Talents-Programm zur Ausbildung von Frauen im Blockchain-Bereich, das DeFi Talents-Programm und das NFT Talents Programm, welches im Juni 2022 startet.. Darüber hinaus haben wir die Digital Euro Association (DEA), die International Token Standardization Association (ITSA), das Beratungsunternehmen  INTAS.tech für den Bereich der digitalen Vermögenswerte und das DEC Institute als Organisation, die das Blockchain-Wissen von Führungskräften zertifiziert, mitgegründet. Im Folgenden werden einige Initiativen des FSBCs vorgestellt: Der Master in Blockchain & Digital Assets erklärt zunächst, wie die Blockchain-Technologie die grundlegende Infrastruktur für die Finanz- und Kapitalmärkte der Zukunft sein kann. Dazu gehören auch Krypto-Assets und DLT-Lösungen für Unternehmen. Die Studierenden werden die notwendigen Kompetenzen und technischen Grundlagen erwerben, um zielgerichtete und IT-gesteuerte Organisationen zu führen, die eine finanzielle, digitale und strategische Transformation durchlaufen. Das Programm ist deshalb speziell auf die Bedürfnisse von Managern oder Fachleuten zugeschnitten, die während ihres Studiums voll berufstätig bleiben und gleichzeitig Fachwissen erwerben wollen, um ihr Unternehmen weiterzuentwickeln. DieBlockchain Academy ist das Knowledge Hub des Frankfurt School Blockchain Centers und beinhaltet einen kostenfreien Zugang zu vielen Videos aus den Konferenzen und Veranstaltungen mit unseren Partnern und ist die perfekte Ergänzung für einen Karriereboost: Ein umfassender 12-stündiger Kurs, der die drei entscheidenden Aspekte erfolgreicher Blockchain-Projekte im Detail beleuchtet. Technologie, Anwendung und Implementierung sind in der Blockchain Masterclass in 13 Abschnitte und 65 Themen unterteilt und stellt den ersten wichtigen Schritt in die Welt der Blockchain mit anschließender Zertifizierung dar. Die Crypto Asset Conference ist eine führende europäische Krypto-Konferenz zum Aufbauen von professionellen Netzwerken. Auf dieser Konferenz trifft ein breites Spektrum an Branchenexperten und Vordenkern aufeinander, um in Vorträgen, Diskussionen und Pitches aktuelle Trends in den Bereichen DLT, Blockchain und Krypto-Assets auf höchstem Niveau zu diskutieren. Diese haben in den letzten Jahren sowohl auf privater als auch auf institutioneller Ebene einen deutlichen Popularitätsschub erfahren. Die Panel-Diskussionen umfasst ein breites Spektrum an Krypto-Themen, wie Bitcoin, dezentrales Finanzwesen, digitale Wertpapiere und deren Infrastruktur, sowie den digitalen Euro und die digitale Identität in dezentralen Netzwerken. Das Programm “DLT Talents” fördert ambitionierte Frauen für Führungsaufgaben im Blockchain-Bereich, denn die Blockchain Community ist zu 90 % männlich geprägt und das Programm zielt darauf ab, dies zu ändern. Das Programm ist für die Teilnehmerinnen kostenfrei. Unter diesem Link kann man sich für eine Teilnahme bewerben. Das Programm “DeFi Talents” ist jüngst gestartet und fördert junge und innovative Talente im Bereich Decentralized Finance (DeFi). Das Programm befähigt Motivierte, in die Blockchain-Technologie und insbesondere in DeFi einzutauchen und mitzuwirken. So erreichen die Teilnehmer die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in der Blockchain-Industrie. Das Programm ist für die Teilnehmer kostenfrei. Bei Interesse an einer Teilnahme,

  • „Gib das, was dir wichtig ist, nicht auf, nur weil es nicht einfach ist“ (Albert Einstein). Impact Investing, Asset Allocation, Financial Education – Markus Hill sprach für FONDSBOUTIQUEN.DE mit Peter Brock, 4L Capital AG, über die aktuellen Herausforderungen für Investoren im Bereich Impact Investing. Themen wie Greenwashing, Single Family Offices, Bundesinitiative Impact Investing (BII) und „Diversity & Connecting the Dots“ wurden ebenso angesprochen wie Radrennen und Musik. Hill: Welche Bedeutung wird Impact Investing im Asset Management gewinnen? Brock: Impact Investing sollte generell das „New Normal“ für alle Investoren werden. Die wichtigen Probleme der Erde, der Klimawandel, aber auch Themen wie das voranschreitende Bevölkerungswachstum und die Migration, müssen auch mit Kapital einer Lösung zugeführt werden – es ist bekannterweise schon 5 vor 12, wenn nicht schon später. Die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, SDGs, mit Ihren jeweiligen Unterzielen definieren diese Finanzierungslücken ja sehr genau. Nur Impact Investing kann einen echten positiven Beitrag zur Lösung dieser Ziele in der Realwirtschaft leisten. ESG Investing ist eindeutig nicht genug. Es vermeidet zwar ein paar „schädigende Geschäftspraktiken“, leistet alleine jedoch nicht einen positiven ökologischen oder sozialen Beitrag zur Verbesserung der Welt. Impact Investing wird meiner Ansicht nach also vermehrt zunehmen und – nach einer Phase des vielfach auftretenden Green- oder Impact-Washing – am Ende hoffentlich von allen Marktteilnehmenden wirklich ernsthaft betrieben werden. Ich betone an dieser Stelle nochmals besonders, dass wir, die 4L Impact Family, Green- und Impact-Washing verurteilen. Als 100% Impact Investor ist das Family Office 4L Vision GmbH und auch die Impact-Vermögensverwaltung 4L Capital AG die Speerspitze im „Deep“ Impact Investing – Als Family Office können wir uns das erlauben und wollen bewirken, dass mehr privates (natürlich auch institutionelles) Kapital in die richtige Richtung fließt. Wir selber schätzen Transparenz und unterstützen auch den öffentlichen Diskurs zum Thema mit dem Impact Investing Magazin (www.impactinvestings.de). Im Family Office-Bereich findet man oft ein engagiertes Diskutieren, wie man am besten konkrete Impact Investments eingehen kann, die den hohen Anspruch nach Rendite und gleichzeitiger Wirkung erfüllen. Wir sind hier eindeutig positioniert und werben aufgrund unserer Expertise auch für unser spezielles Knowhow und für unsere Produkte/Dienstleistungen im „Verbund“. Mit der 4L Capital AG bieten wir den Zugang für Interessierte zu Impact Investing Anlagen in allen Assetklassen – von liquiden Aktienportfolien, über unseren globalen 4L Capital Impact Aktienfonds (ein Art. 9- Fonds) bis hin zu illiquiden Unternehmens- und Venture-Beteiligungen oder Impact Venture Fonds. Hill: Wie betrachten Sie generell gegenwärtig das Thema Impact Investing, wo kann hier die Reise hingehen? Brock: Impact Investing ist im Anlgo-Amerikanischen Raum wesentlich stärker verbreitet. Das hat viele Gründe, vor allem ist der Sozialstaat anders aufgestellt und auch anders finanziert. In Deutschland hat Philanthropie mit einer sehr breiten Stiftungslandschaft einen ganz besonderen Stellenwert. Bei uns muss weiterhin Überzeugungsarbeit für echtes Impact Investing geleistet werden und das Ökosystem gilt es noch zu stärken. Marktteilnehmenden wie die 4L Impact Family, aber beispielsweise auch die Bundesinitiative Impact Investing (BII), machen viel dafür, damit Angebot und Nachfrage mit professionellen Intermediären verbunden werden. Ich selber leite den Arbeitskreis Family Office der BII, um auch dort mehr Leuchtturmprojekte aufzusetzen und einen Marktplatz für Impact Investing zu befördern. In diesem Fall beschäftige ich mich hier vorrangig mit Venture Capital-Themen, die sicherlich grundsätzlich den höchsten Impact ermöglichen. Wo geht die Reise hin, hier möchte ich einmal für uns, nicht für die Gesamtbranche, sprechen. Mit der 4L Capital und weiteren Partnern überlegen wir aktuell einen Impact Venture Fund-of-Funds aufzulegen, um den Zugang auch für Impact Venture Fonds zu erleichtern, zu diversifizieren und professionelle Standards im Impact Bereich zunehmend durchzusetzen. Nicht zuletzt, damit das Impact-Washing mal aufhört! Peter Brock, Managing Director bei 4l Capital Hill: Welche Bedeutung hat im Segment Impact Investing der Bereich Financial Education? Brock: Die Financial Education ist meiner Ansicht nach grundsätzlich in der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen stark vernachlässigt. Interessanterweise lernt man weder an Schulen noch an Universitäten kaum, wie man mit seinem (privaten) Vermögen umgeht. – Financial Education ist daher sehr wichtig, um private, unternehmerische Vermögen nachhaltig auf die nächste Generation zu übertragen. Es ist heute von der NextGen mehr denn je gefordert, das Kapital nicht mit „schlechten“ Geschäftspraktiken zu verdienen, um es dann am Ende philanthropisch wieder der Gesellschaft zu einem kleinen Teil zurückzugeben. Viele NextGens verfolgen einen grundsätzlich nachhaltigen Ansatz bezüglich des „Geldverdienens“ aber auch des Spendens. Dem Impact Investing kommt diesbezüglich eine besondere Bedeutung zu. Im Rahmen eines strategischen Philanthropie-Ansatzes ermöglichen Investments mit Kapitalerhalt und sogar einer finanziellen Rendite im Unterschied zu Spenden, dass das Kapital dauerhaft zur Unterstützung nachhaltiger Projekte investiert werden kann. Spenden hingegen – die sicherlich weiterhin in vielen Situationen ihre Berechtigung haben, sind nur einmal einsetzbar. Das Impact Investing verfolgt typischerweise langfristige auch geschäftlich nachhaltig erfolgreiche Projekte oder Unternehmungen, die sich im Laufe der Zeit selbst tragen und somit eine dauerhafte Wirkung erzielen. Ich bitte hier an dieser Stelle nochmals darum, die Werbung in eigener Sache zu entschuldigen, natürlich gibt es auch viele andere, interessante Akteure in der Bildungslandschaft „Finanzen“. Mein eigenes Start-up (www.BeeWyzer.com) hat sich dem Thema verschrieben, den nächsten Generationen von vermögenden Unternehmerfamilien aufzuzeigen, wie man größere Vermögen erfolgreich strukturieren und nachhaltig auf die nächste Generation übertragen kann. In dem man das gesamte Vermögen (Familienunternehmen, Privates Kapital, aber auch Human- und Sozialkapital sowie den „Family Value“) anschaut und unter Anwendung von Best Practices strukturiert und steuert. Hill: Diversity ist ja ein großes Schlagwort heute, dies kann man auch auf Interessen beziehen. Sie selbst sind ja in vielen Feldern tätig. In welchen Bereichen sind Sie aktiv und wo genau laufen alle diese Aktivitäten zusammen? Brock: Seit meiner über 25-jährigen Karriere in großen Finanzinstituten in Großbritannien und Deutschland, zuletzt auch bei EY Ernst & Young, bin ich seit ca. vier Jahren freiberuflich tätig. Meine Freiberuflichkeit außerhalb großer Organisation ermöglich es, „viele Bälle in der Luft“ zu haben, die mir großen Spaß bereiten und die Karriere außerhalb fester Leitplanken fortsetzen. In meinem Fall bedeutet dies, sich vor allem auf das Thema Family Offices zu fokussieren – indem ich beispielsweise dem Investment Committee eines Schweizer Family Offices vorstehe. Hauptberuflich bin ich in

  • INSTITUTIONAL INVESTORS ONLY – Additional Information / Registration: info@markus-hill.com INFORMATION: www.s-i-a.ch Strategic Investment Advisors (SIA) and BWM Value Investing (BWM) invite you to the first “Swiss Value Day” on Friday, June 10th in the Zunfthaus zur Meise, Zurich.Building on the popular “Natural Resources Day” held since 2018 by SIA, the managers of Switzerland’s two oldest value funds invite you to the Swiss Value Day. The agenda will be the following: 08.45   Registration09.00   Welcome by Alex Rauchenstein, CEO & Partner SIA and Urban Müller, Client Relations BWM09.10   “Intrinsic Values and Discounts” by Georg von Wyss, Founding Partner & Portfolio Manager BWM09.25   “Strategic Value Investing” by Marcos Hernandez, Partner & CIO SIA09.40   Fireside chat on Value Investing moderated by Mark Dittli, Managing Director & Editor-in-Chief of The Market with Prof. J. Carlos Jarillo, Founding Partner SIA, Marcos Hernandez, Partner & CIO SIA and Georg von Wyss, Founding Partner & Portfolio Manager BWM 10.30   Coffee break 10.45   Investment Case Buzzi Cement by Pietro Buzzi, Chief Executive Finance Buzzi11.30   Investment Case Devro by Rutger Helbing, CEO Devro12.15   Investment Case Fossil by Sunil Doshi, CFO Fossil The event will close with a buffet lunch.Please confirm your attendance by registering (info@markus-hill.com). Kindly note that we have limited space available and registration is handled on a first come, first served basis.We are looking forward to your participation.With best regardsSIA Team SIA Funds: www.s-i-a.chBWM Value Investing: www.bwm.ch Verwandte Beiträge: Value Investing, Rohstoffe und Inflation – Sharing Alpha & Ray Dalio (Interview – Alex Rauchenstein, SIA Funds AG)Finanzplatz Schweiz und Rohstoffe – „THE WORLD FOR SALE – Money, Power and the Traders Who Barter the Earth’s Resources“ (Buchbesprechung – Urs Marti, SIA Funds AG)Finanzplatz Schweiz & Frankfurt, Asset Management, Value Investing, Rohstoffe & Networking – Zürich, Rohstofftag, MainNizza und Wirtschaftsgeschichte (Interview & Veranstaltungshinweise – Alex Rauchenstein, SIA Funds AG) Foto: www.istock.com/zhuzhu

  • Video Call on Thursday, May 5th at 10.00 AM CETThe purpose of this call is to inform you on the development of our funds since the beginning of the year as well as to give you an outlook for the remaining part of the year.   The following people will present: Prof. J. Carlos Jarillo, Founding PartnerMarcos Hernandez, CIO/PartnerUrs Marti, PartnerAlex Rauchenstein, CEO/Partner Save the Date: First Swiss Value Day on June 10th in ZurichStrategic Investment Advisors (SIA) and BWM Value Investing (BWM) invite you to the first “Swiss Value Day” on June 10th in the Zunfthaus zur Meise, Zurich. Building on the popular “SIA Natural Resources Day” held since 2018 by SIA, the managers of Switzerland’s two oldest value funds invite you to the Swiss Value Day.The program features senior management from three attractive companies, Buzzi Unicem, Devro and Fossil being interviewed by our lead analysts, Marc Dittli, editor in chief of The Market, as well as the respective portfolio managers, Prof. Dr. J. Carlos Jarillo and Marcos Hernandez of SIA and Georg von Wyss of BWM.The event will close with a buffet lunch.Don’t hesitate to contact us for any request that you may have. With best regardsSIA Team  Informationen zur Anmeldung: k.ruettimann@s-i-a.ch SIA-Funds: www.s-i-a.ch Verwandte Beiträge: Finanzplatz Schweiz und Rohstoffe – „THE WORLD FOR SALE – Money, Power and the Traders Who Barter the Earth’s Resources“ (Buchbesprechung – Urs Marti, SIA Funds AG)Value Investing, Rohstoffe, ESG – China, Öl, Kernenergie & General Patton (Interview – Urs Marti, SIA Funds AG)China, Geopolitik, Rohstoffe, Value Investing und Südtirol (Interview – Urs Marti, SIA Funds AG)Öl, ETFs, Lager, negative Preise, Handel und Nassim Thaleb (Urs Marti)Rohstoffe, Value Investing, Family Offices und Hugo Stinnes (Interview – Urs Marti, SIA Funds)Value versus Growth, Rohstoffe, Indien, Jugend und die innere Ruhe (Interview – Alex Rauchenstein, SIA Funds AG) Foto: www.istock.com/heyengel

  • Stiftungen, Asset Management, „Virtueller Tag für das Stiftungsvermögen“ – Markus Hill* sprach für FONDSBOUTIQUEN.DE mit Tobias Karow, stiftungsmarktplatz.eu, über aktuelle Herausforderungen für Stiftungen in der Vermögensverwaltung und über die Bedeutung von Fondsboutiquen in diesem Bereich. Zusätzlich angesprochen wurden auch Themen wie Stiftungsrechtreform, Vaterschaft und Kino sowie die Entstehungsgeschichte des eigenen Veranstaltungsformats. (Veranstaltungshinweis „3. Virtueller Tag für das Stiftungvermögen“, 27.4.2022: www.vtfds.de) Hill: Wie ist bei Ihnen die Idee zu der Veranstaltungsreihe „Virtueller Tage des Stiftungsvermögens“ entstanden? Karow: Ich bin seit mehr als 10 Jahren im Stiftungssektor unterwegs, habe hunderte Veranstaltungen moderiert und begleitet. Was es aber in dieser Zeit nie gab ist ein Kongress rund um das Verwalten des Stiftungsvermögens. Für alle Kapitalsammelstellen gibt es so etwas, aber nicht für Stiftungen. Irgendwie hat sich da keiner rangetraut, selbst de großen Stiftungsevents setzen nicht nur auf das Thema Stiftungsvermögen. Als wir mit unserer Plattform stiftungsmarktplatz.eu dann mit der Frage konfrontiert waren, ob wir als Online-Company vielleicht Online-Events machen sollten, war das Reinhören in den Markt ernüchternd.  Das war im November 2019. 6 Monate später gab des den Virtuellen Tag für das Stiftungsvermögen, als vorproduzierten Video-Stream, im vergangenen Jahr haben wir dann gemeinsam mit Stifter-TV und RenditeWerk eine richtige TV-Sendung daraus gemacht. Wir machen jetzt das erste Frühstücksfernsehen rund um Stiftungsvermögen, wenn Sie so wollen. Hill: Welche Themen stehen in diesem Jahr im Vordergrund? Karow: Unabhängig von den geopolitischen Herausforderungen, die wir irgendwie alle nicht so richtig haben kommen sehen, sind aus Stiftungssicht andere grundlegende Fragestellungen entscheidend. Denn der Druck, ordentliche Erträge zu erzielen, ist enorm, wir sprechen ja über 200, 300 oder gar 400 Mrd. EUR Stiftungsvermögen, und wenn sich das alles mit Null verzinst, gibt’s auch kein Geld für die Stiftungszwecke. Schaffen wir es aber, dass diese Vermögensmasse 1% mehr abwirft an Ertrag, dann stehen für das Lösen gesellschaftlicher Probleme 2, 3 oder 4 Mrd. EUR mehr zu Verfügung. Und das treibt mich an, wenn ich die Themen zusammenstelle. Wir befassen uns entsprechend damit, wie Stiftungsvermögen sein wirtschaftliches Stehvermögen verbessern kann, wie Stiftungsvermögen mit Blick auf 2030 angelegt werden soll, auch um sich vom aktuell temperierten Umfeld etwas zu lösen. Auch befassen wir uns mit der Stiftungsrechtsreform, die 2021 beschlossen und 2023 in Kraft tritt, denn diese kann für Stiftungen ein echter Gamechanger sein. Tobias Karow, stiftungsmarktplatz.eu Hill: Welche Rolle spielen unabhängige Vermögensverwalter (Fondsboutiquen) bei der Asset Manager-Auswahl bei Stiftungen? Karow: Wenn eine Stiftung einen externen Sparringspartner braucht, dann können Fondsboutiquen eine extrem wichtige Rolle spielen. Das Pfund der unabhängigen Vermögensverwalter ist deren Unabhängigkeit, die Freiheit im Denken und dann auch im Feedbackgeben, und diesen ist es ob dessen auch am ehesten in die Wiege gelegt, dass sie die bei Stiftungen vorhandene Skepsis gegenüber Beratern überwinden helfen. Leider verlieren sich Vermögensverwalter zu gerne in Allgemeinplätzen was die Verwaltung von Stiftungsvermögen anbelangt, eine Stiftung weiß oft nicht, für welche Lösung der Aufgabe „Verwaltung des Stiftungsvermögens“ der Verwalter steht. Dass er vertrauensvoll mit dem Stiftungsvermögen umgeht, das ist keine Information, sondern eine Selbstverständlichkeit. Hill: Stiftungen sind ein interessantes Themengebiet. Was beschäftigt Sie darüber hinaus aktuell intensiver? Karow: Mich treibt schon um, in welcher Welt wir künftig leben. Als junger Vater umso mehr. Wird es eine Welt sein, in der wir für demokratische Werte einstehen, in der wir die Freiheit hochhalten, oder wird dies künftig anders sein. Auch wie sich das Arbeitsumfeld künftig darstellt, beschäftigt mich, als Online-Plattform ist man ja sehr fluid aufgestellt, kann in vielen Umständen sehr gut funktionieren, aber können das produzierende Unternehmen auch noch? Im nächsten Lockdown? Und ewig alles retten zu wollen, das wird auch nicht funktionieren, das halten wir als Gesellschaft ja gar nicht durch. Und was mir fehlt ist ein optimistisches Bild der Zukunft. Wissen Sie was aktuell im Kino läuft? Irgendwas mit Dumbledore und dem Ende der Welt, das ist nicht meins. Hill: Vielen Dank für das Gespräch. Veranstaltungshinweis (27.4.2022) – Virtueller Tag für das Stiftungsvermögen: www.vtfds.de Verwandte Beiträge: Stiftungen, Volkswirtschaft, Digitalisierung & ESG – Frankfurt als Center of Competence (Interview – Tobias Karow, STIFTUNGSMARKTPLATZ.EU)Stiftungen, Asset Management, ESG – „Krimi, Rollski & Gin“ – Virtueller Tag für das Stiftungsvermögen – 12.5.2021 (Interview – Tobias Karow, STIFTUNGSMARKTPLATZ.EU)Family Offices, Fonds­boutiquen und der Finanz­platz Frankfurt (Interview – Markus Hill, Thomas Caduff, fundplat.com) Quelle: www.institutional-investment.de

  • Investments im US-Immobilienmarkt gehören heute zu einem festen Bestandteil der Asset Allocation bei institutionellen Investoren. Der kanadische Immobilienmarkt stellt derzeit in diesem Zusammenhang noch eine Nische für viele dieser Anleger dar. Auch in diesem Segment gibt es viele spezialisierte „Boutiquen“ mit fokussiertem Knowhow. Markus Hill sprach für FONDSBOUTIQUEN.DE mit Sven Matten, RECan Global GmbH, über verschiedene Aspekte des kanadischen Immobilienmarktes unter Bezugnahme auf den Immobilienreport „Real Estate Canada Market Summary 2021 & Outlook 2022“. Hill: Warum beschäftigen Sie sich so intensiv mit dem kanadischen Immobilienmarkt? Matten: Der kanadische Immobilienmarkt hat eine sehr positive Dynamik, ist robust und nachhaltig und bietet vergleichsweise hohe Renditen in einem stabilen Umfeld und einer AAA-Währung. Ich verfüge über einen Permanent Residence Status für Kanada, bin seit vielen Jahren beruflich sowohl in Deutschland als auch in Kanada aktiv und habe somit Einblicke in den kanadischen Markt. Eines meiner Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren war der Aufbau eines auf kanadische Erneuerbare Energie ausgelegten Investmentfonds, den ich mittlerweile berate. Den kanadischen Immobilienmarkt habe ich ebenfalls seit vielen Jahren im Auge und halte diesen gerade aus deutscher Sicht im Hinblick auf Investitionen und Wertentwicklungspotentiale für überaus attraktiv. Über meine Tätigkeiten vor Ort habe ich zudem langjährig erfahrene Kontakte knüpfen können. Hieraus speist sich das Management-Team von RECan Global in Kanada und Luxemburg. Ich selbst leite unser Büro in München. Diese Kombination ermöglicht es uns vor Ort in einem eng vernetzten Team an Partnern mit eigenem Asset Sourcing und Management sowie einer Luxemburger Fondstruktur und deutschem Reporting alles aus einer Hand auf hohem Niveau und umfassendem Erfahrungshintergrund anzubieten. Hill: Was sind die interessantesten Erkenntnisse aus Ihrer Studie? Matten: Der kanadische Immobilienmarkt meiner Ansicht nach ein Hidden Champion in einem Safe-Harbour-Land. Das zeigen auch die Zahlen im Immobilienmarktreport. Herauszuheben ist meines Erachtens der positive Einfluss der Immigrationspolitik der kanadischen Regierung. Nach Kanada wandern jährlich mehr als 400.000 Menschen ein, allerdings nicht in die Sozialsysteme, sondern hauptsächlich in den Arbeitsmarkt. Rund 65 Prozent der Immigranten sind dabei über spezielle Arbeitsmarktprogramme eingewandert. Das heißt, sie haben Arbeit, und sie verdienen vom ersten Tag an Geld. Dies treibt selbst in Pandemiezeiten den kanadischen Gewerbe- wie Wohnimmobilienmarkt. Für das Jahr 2022 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 4 % erwartet (2021: 4,5 %). Die Beschäftungsrate stieg trotz der Pandemie allein im Dezember um 123.000 (+ 0,8 %). Die Arbeitslosenquote sank im Dezember 2021 auf 5,9% und damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie im März 2020. Die Vollzeitbeschäftigung in Kanada ist um 234.000 (+1,6%) höher als im Februar 2020. Der Verbraucherpreisindex (CPI) ist 2021 um 4,8% gestiegen. Die Bank of Canada geht davon aus, dass die Inflation im Jahr 2022 in den Bereich von 3 % zurückgehen und 2023 wieder auf die angestrebten 2,0 % sinken wird. Sven Matten, RECan Global Hill: Wo sehen Sie Ähnlichkeiten bei den Investoren, die sich für den US-amerikanischen und kanadischen Immobilienmarkt beschäftigen? Matten: Nun, es gehört nachhaltiges globales Denken sowie ein diversifiziertes Portfolio dazu, in „weiter entferntere“ Märkte und Währungen zu investieren – um einmal eine Gemeinsamkeit herauszustellen. Und natürlich eint die Investoren die Suche nach lukrativen, ESG konformen Investments, die am Ende des Tages bei niedrigem Risiko notwendige Renditen bringen. Lassen Sie mich an dieser Stelle noch einmal direkt auf Kanada eingehen. Das Land ist politisch äußerst stabil, der kanadische Dollar weist ein AAA-Rating auf, es handelt sich um einen robusten und organisch wachsenden Markt mit Rekordinvestitionen im Bereich der Wohn- und Industriemobilien und er verspricht insbesondere aus deutscher Sicht Investoren attraktive Renditen bei vergleichsweise niedrigem Risikopotential. Hill: Womit beschäftigen Sie sich, wenn gerade nicht Immobilienmärkte auf Ihrer Agenda stehen? Matten: Da gibt es viele Sachen, so die Zeit bleibt. Aber besonders am Herzen liegen mir Filmprojekte. Ich habe im Jahr 1999 Paradigma Entertainment gegründet. Das Unternehmen legt den Fokus auf die Produktion hochwertiger unabhängiger diverser Kinofilme für ein internationales Publikum. Neben der Entwicklung eigener Projekte hatte sich das Unternehmen mit seinen Partnern auf Filmfinanzierung spezialisiert, mit Schwerpunkt auf Private Equity und Venture Capital. Die Aktivitäten konzentrierten sich neben der deutschsprachigen Region auf Produktionen in Kanada gemeinsam mit kanadischen Partnern. Insofern schließt sich auch hier wieder der Kreis zwischen Deutschland und Kanada. Hill: Vielen Dank für das Gespräch. Sven J. Matten ist Mitbegründer und treibende Kraft hinter RECan Global. Als Geschäftsführer fungiert er als Bindeglied zwischen dem Team und den Partnern von RECan in der EU und dem in Kanada. Neben seinen Führungsaufgaben bei RECan konzentriert er sich auf Investor Relations, Strategie und Business Development. Sven verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung darin, Verbindungen zwischen Investoren mit Sitz in der EU und Investitionsmöglichkeiten in Kanada herzustellen, sowie über sehr gute Kenntnisse des Investitionsprozesses zwischen der EU und Kanada.  Als deutscher Staatsbürger mit Permanent Resident Status in Kanada bewegt sich Sven frei zwischen beiden Ländern. RECan Immobilienmarktstudie Kanada: RECan Global – RECan Conference – Real Estate Canada Market Summary 2021 & Outlook 2022 RECan Global: www.recanglobal.com Verwandte Beiträge: Aktuelle Trends und Alternativen für Privatvermögen – Family Offices, Private Equity, Venture Capital, Blockchain, Street Art & Design – Veranstaltungshinweis „FAMCON22“ (Interview – Markus Schwingshackl, Rechtsanwalt, Centro LAW, Zürich)Family Offices, Fonds­boutiquen und der Finanz­platz Frankfurt (Interview – Markus Hill, Thomas Caduff, fundplat.com)Real Assets, Digital Assets, ESG und Master KVG-Studie – virtuelle Welten, Smarttrainer & isotonische Kaltgetränke (Interview – Alexander Scholz, Telos GmbH)Value Investing, Rohstoffe und Inflation – Sharing Alpha & Ray Dalio (Interview – Alex Rauchenstein, SIA Funds AG)„Die USA verfügen über den weltweit größten investierbaren Immobilienmarkt mit hoher Transparenz, Liquidität und Rechtssicherheit“ (Interview – Dr. Patrick Adenauer) Quelle: www.institutional-investment.de

  • Der Finanzplatz Schweiz ist weltweit bekannt als Center of Competence in den Bereichen Wealthmanagement und Private Banking. Markus Hill* sprach für FONDSBOUTIQUEN.DE mit Markus Schwingshackl, Centro LAW, über Trends in der Branche, Family Offices und Vermögensplanung, die Rolle von Anwälten in diesem Segement und über die zunehmende Bedeutung der Themen Alternative Investments, Kunst und Digital Assets. Zusätzliche Themen wie Strafverteidigung, «Startups & Blockchain» sowie die Leidenschaft für Streetart, Design und Kreativität waren ebenso Inhalt des Gespräches. Hill: Sie sind als Rechtsanwalt in den Bereichen Vermögensplanung und Family Office tätig. Wie sehen Sie den aktuellen Zustand der Wealth Management und Private Banking Industrie? Schwingshackl: Im Umbruch, da man neuen und anspruchsvolleren Kundenerwartungen gegenüber steht. Lange waren Wealth Manager die einzige Anlaufstelle für alle Vermögensbelange wohlhabender Kunden. Ihr Private Banking konnte sozusagen alles, obgleich vieles nicht mit der möglichen und teilweise notwendigen Spezialisierung angeboten wurde.Mittlerweile haben Vermögensinhaber Zugang zu einer Fülle von Informationen, was zu höheren Erwartungen an Angebot und Service führt. Sie sind es aus anderen Bereichen gewohnt, Dienstleistungen von verschiedenen spezialisierten Anbietern zu beziehen, die dann in einer einzigen Benutzeroberfläche nahtlos vereint sind. Wealth Manager bieten solche Ökosystemen aber noch nicht umfassend an, um ein ähnliches Kundenerlebnis zu ermöglichen.Für ihre Vermögensverwaltung suchen sich Vermögensinhaber daher vermehrt die besten Anbieter im Markt, um Dienstleistungen in einem einheitlichen Rahmen zu beziehen, den sie selbst abstecken und kontrollieren.Technolgie ermöglicht es, das Management von einzelnen Anlageklassen an verschiedene Dienstleister zu vergeben und trotzdem den gesamthaften Überblick über die Vermögensentwicklung und entscheidungsnotwendige Daten zu behalten.Zudem sind die Eintrittshürden für alternative Anlagen in den letzten Jahren niedriger geworden, sodass sich nun modulare und massgeschneiderte Plattformen für die individuelle Vermögensverwaltung bauen lassen. Hill: Welche weiteren Veränderungen ergeben sich aus dieser neuen Kundensituation? Schwingshackl: Vermögensinhaber sehen ihren Wealth Manager teilweise lediglich als Custodian ihres Vermögen, der sich im wesentlichen über Solidität und Darlehenskapazitäten differenziert.Zudem lassen sich der Wunsch und die Tendenz beobachten, so viel wie möglich entlang der Wealth Management Wertschöpfungskette selbst abzubilden oder im eigenen Rahmen zu internalisieren. Dies können beispielsweise eigene Private Equity oder Venture Capital Teams sein oder auch eine Private Trust Company.Von dort aus ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Family Office als Verwaltungseinheit zur Erbringung von personalisierten Finanzdienstleistungen für eine gesamte Familie.Man kann auch sagen, Vermögensinhaber übernehmen die Kontrolle über ihr Vermögen in eigenen professionellen Strukturen, denen verschiedene Dienstleister und Produktanbieter unter ihrer Koordination und Aufsicht zuarbeiten.Das ist eine völlig veränderte Situation für alle Beteiligten. Ich würde die Bedeutung des Wealth Managements aber keinesfalls voreilig abschreiben.Zum einen bauen führende Wealth Manager selbst entsprechende Plattformen und Marktplätze für externe Dienstleistungen auf, zum anderen stösst ein Family Office beim Thema Regulierung schnell an seine Grenzen. Wealth Manager haben hier in der Vergangenheit viel Lehrgeld bezahlt und beherrschen das Gebiet mittlerweile entsprechend.Zudem dürften Wealth Manager ihre Dienstleistungen im Bereich Datenspeicherung und Sicherheit ausbauen und hier neue Angebote mit entsprechendem Kundennutzen entwickeln. Hill: Provokativ gefragt, braucht es angesicht der Fülle von Informationen und Angeboten für Vermögensinhaber überhaupt noch Anwälte zur Vermögensplanung? Schwingshackl: Die Frage ist berechtigt, geht es Anwälten doch ähnlich wie dem Wealth Management, da Kunden die Korrelation zwischen Wert und Preis der Dienstleistung in Frage stellen. Dem begegnen vermehrt transparentes Pricing und individuelle Paketlösungen, Flat Fees und Bonusmodelle. Ich ziehe solchen Modelle dem traditionellen Stundenansatz vor und nehme damit gemeinsam mit meinen Kunden ergebnisabhängiges Risiko.Weiters gilt es neben der rechtlichen und steuerlichen Beratung, Mehrwert für Kunden zu generieren. Dies ist beispielsweise unser mehrstufiger, strukturierter Prozess in der Vermögensplanung, um einen individuellen Rahmen zu schaffen.Das beginnt mit dem Erörtern der Geschichte, der Werte und der Vision einer Familie. Das mag auf den ersten Blick esoterisch erscheinen, ist allerdings an das Produktdesign von Technologieunternehmen angelehnt.Erfolgreiche Technologieunternehmen haben klare Vorstellungen vom konkreten Nutzen ihres Angebots, den Problemen, die sie lösen, der Art und Weise, wie sie das tun, und einen scharfen Kundenfokus, man nennt das Customer Centricity.Diese Herangehensweise eignet sich hervorragend für die Vermögensplanung. Basierend auf der Geschichte, den Werten und der Vision einer Familie werden die damit zusammenhängenden Bedürfnisse und Erwartungen identifiziert. Diese bringen die nötige Klarheit über den Sinn des Vermögens und binden die ganze Familie ein, um über lange Zeiträume Bestand zu haben.So ermittelt sich auch das optimale Umfeld für die einzelnen Dienstleistungen, indem negative Erfahrungen in die positive Idealvorstellung projeziert werden. Vermögensinhaber entwickeln damit eine Vision für ihr Vermögen und einen konkreten Rahmen für ihr individuelles Wealth Management Setup.Als Anwalt bleibe ich allerdings bei meinen Leisten und arbeite hier mit verschiedenen Beratern wie Governance Experten und Anlagestrategen zusammen. Meine Aufgabe ist, neben der Koordination, die Betrachtung aller Umstände und Erkenntnisse, um daraus die konkrete rechtliche und steuerliche Umsetzung abzuleiten.Der gesamte Prozess erfolgt in einer cloudbasierten Projektmanagement Umgebung, die ohne Emails auskommt und den Kunden in Echtzeit den Überblick zu Aufgaben, Kosten und aktuellem Stand ermöglicht.Wir predigen nicht nur Plattformdenken, sondern setzen es als Anwaltskanzlei auch um, indem wir als Netwerk von unabhängigen Experten agieren. Hill: Wie sieht die daraus folgende rechtliche und steuerliche Umsetzung von Vermögensplänen und Family Offices aus? Schwingshackl: Obige Grundlagen und Erkenntnisse werden in einer Value Proposition getestet. Konkret werden alle Dienstleistungen ihrem Nutzen und allfälligen Ersatzmöglichkeiten gegenübergestellt.Am Beispiel eines Family Offices kann man den Einsatz der Value Proposition verdeutlichen. Würden Vermögensinhaber ein Family Office nur auf sich und ihre eigenen Bedürfnisse ausrichten, liefen sie Gefahr, dass Familienmitglieder die Dienstleistungen nicht wie gewünscht annehmen und sich nach Ersatzmöglichkeiten umsehen.Vermögenspläne und Family Offices entstehen so mit dem absoluten Fokus auf beste Performance in realistischen, höchst individualisierten Bereichen unter Einbezug der gesamten Familie. Das heisst auch, wenn keine Aussicht auf herausragende Leistung besteht, wird der beste Anbieter im Markt gesucht, der sich dann in die Struktrur integriert.Es gibt in diesem Zusammenhang eine Fülle von rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen, die beim Kundenerlebnis aber nicht im Vordergrund stehen sollen. Hierzu vereinen wir führende Experten auf unserer Plattform. Ausschlaggebend ist dabei die bereichsübergreifende Zusammenarbeit.Family Offices und Vermögenspläne werden so multidisziplinär entworfen und umgesetzt. Vermögensinhaber profitieren von Effizienzgewinnen und behalten stets den Überblick und die Kontrolle. Oft übernehmen sie auch die Tools für die

  • Caduff: Herr Hill, man nennt Sie gerne auf dem Finanz­platz Deutschland «Mr. Family Office». Warum interessiert Sie dieses Geschäfts­feld so sehr? Hill: Der Ursprungs­gedanke eines Family Office ist es, das Kapital einer Familie nach bestem Wissen und Gewissen zu verwalten. Inte­ressant an diesem Segment erscheint mir die mögliche Vielfalt von Tätig­keiten, je nach Ausge­staltung der Orga­ni­sation: Inte­ressen­konflikte managen, Experten mitein­ander vernetzen, Produkte und Dienst­leistungen neutral bewerten und auswählen und auch die Nachfrage nach «Special Services» (Seeding von Fonds­konzepten, Direkt­investments, «M&A-Projekte», Nach­folge-Themen, Gover­nance etc.). Ich erlebe die Vertreter dieses Segments als angenehm neugierig und viel­seitig inte­ressiert, nicht nur in Bezug auf Produkt­themen. Kunst, Kultur, Unter­nehmertum, Politik – man spürt hier häufig, dass aktiv am Schicksal des Gemein­wesens teil­ge­nommen wird. Nicht umsonst ist oft eine enge Bindung zu Stiftungen und Hoch­schulen zu finden. Übrigens sind einige dieser Ele­mente auch bei Fonds­boutiquen zu finden: Unter­nehmertum, Unab­hängig­keit und die Eigen­schaft des «Über­zeugungs­täters» – wie bei Family Officern häufig zu finden: Man tut, was man liebt zu tun. Ich selbst bin seit 2005 selbst­ständig und hatte davor auch immer Tätig­keits­felder, in denen ich mich mit einer sehr grossen Anzahl von Experten aus den verschie­densten Fachrich­tungen austauschen konnte. Als Volks­wirt schätze ich zudem die «Adler­perspek­tive» auf bestimmte Themen­gebiete, neudeutsch nennt man das wohl auch Freude am vernetzten Denken – in Kombi­nation mit fach­licher Expertise. Caduff: Der Begriff «Family Office» ist nicht geschützt und so schmückt sich auch der eine oder andere klassische Vermögens­verwalter damit. Stört Sie das? Hill: Überhaupt nicht. Jeder Topf findet seinen Deckel. Exzel­lente Family Offices leiden hierunter wohl weniger, da diese «nichts» verkaufen wollen. Da das Berufs­bild Family Officer mir als sehr attraktiv erscheint, kann es sogar einen posi­tiven Aspekt beinhalten: Viele Fach­kräfte haben durch die kontro­verse Diskussion vielleicht zum ersten Mal erfahren, dass es diese sehr inte­res­santen Arbeits­stellen gibt. Diffusion von Wissen in einer Branche schadet ja weniger. Ähnlich wie der Begriff Fonds­boutiquen erscheint mir der Begriff Family Office wissen­schaft­lich gesehen noch nicht erschöpfend diskutiert und definiert. Ich verfolge hier mit Inte­resse die Publi­kationen verschie­dener Experten. Mir ist noch nicht klar, wer hier die Ober­hoheit über die Defi­nition am Ende gewinnt. Ich verstehe aber auch die Kritik mancher Vertreter aus dem Segment klassischer Single Family Offices. Hier nehme ich ab und an ein «Nasen­rümpfen» wahr, wenn es um das Thema konzern­gebun­dener Multi Family Offices und um den Themen­bereich «Eigen­produkte & Schein­neutra­lität» geht. Man sollte sich hier immer die einzelnen Orga­nisa­tionen und deren Vertreter genau ansehen: Natürlich gibt es auch hier exzel­lente Profes­sionals, die wissen, dass sie im Wett­bewerb im Segment Family-Office-Dienst­leis­tungen stehen. Gegen «Eigen­produkte» habe ich nicht grund­sätzlich Vorbe­halte. Im Gegen­teil: Eines meiner gegen­wärtigen Projekte besteht darin, durch den Austausch mit vielen Family Offices (neben Vermö­gens­ver­waltern, Dach­fonds­managern etc.) gerade spezielle Fonds­konzepte zu entdecken, bei denen schon eine erste Due Dili­gence und Invest­ments statt­gefunden haben. Gerade hier stösst man oft auf inte­res­sante Fonds, die kaum bekannt sind, da diese vorrangig zur Anlage des Familien­ver­mögens konzipiert wurden. Manchmal werden diese ohne grossen Marke­ting­aufwand an «Friends & Family» weiter­empfohlen, allein deswegen würde ich mir bezüglich der Thematik Eigen­produkte im Family-Office-Segment des Öfteren eine etwas diffe­renzie­rende Diskussion wünschen. Oft entdecken und kreieren hier Family Officer Produkte und Dienst­leistungen, die dann «Kollegen» und anderen Inves­toren zugute kommen! Markus Hill, unabhängiger Asset Management Consultant Caduff: Sie beschäftigen sich auch stark mit Fonds kleinerer und mittel­grosser Anbieter. Was ist daran so spannend? Es gibt ja mehr als genug grosse Adressen. Hill: Richtig. Es gibt viele grosse und gute Adressen, das will ich an dieser Stelle ausdrücklich anmerken. Bei einem Fonds­selektions-Projekt schliesse ich dieses Segment bei der Analyse nicht aus. Wenn ein Konzern-Flagg­schiff-Produkt «besser» sein sollte – warum sollte man dann eine «schlechte» Fonds­boutique auswählen? Fairness ist nicht von Nachteil. Die «kleinen», unab­hän­gigen Häuser bereiten meiner Ansicht nach sehr viel Freude bei der Due Dili­gence. Warum ist das so? Viele dieser Unter­nehmer besitzen ein exzel­lentes Know-how in ihrem speziellen Feld. Diese Exper­tise verbindet sich dann auch noch mit den Faktoren Unter­nehmer-Biografie, Unab­hän­gigkeit und Skin-in-the-Game («eigenes Geld im eigenen Fonds»). Oft bezeichnet man diese Konzepte als «High Conviction»-geprägt: Im wahrsten Sinne des Wortes – die Über­zeugung in das fachlich betreute Segment (Aktien, Anleihen, Anlage­stil, «exo­tische» Asset-Klassen etc.) in Verbindung mit der Über­zeugung an das eigene unter­nehme­rische Können. Es ist ein Genuss, mit vielen dieser Hidden Champions der Finanz­branche zu sprechen. Dies ist übrigens ein Grund dafür, warum viele Family Offices und unab­hän­gige Vermö­gens­ver­walter gerne mit den Fonds­boutiquen-Vertretern den fach­lichen Gedanken­austausch schätzen. Und, das wird oft vergessen, speziell auf diese Gruppen bezogen: Alle tun die Dinge, für die sie Leiden­schaft empfinden. Caduff: Kommen wir zu Ihrem Geschäfts­modell – was bieten Sie genau an? Hill: Ich komme eigentlich aus der «Special-Projects»-Ecke. Manager-Search, Seed-Money-Suche, Fonds­konzept-Feedback-Surveys (direkter fach­licher Gedanken­austausch mit der Inves­toren­seite) etc. Ursprünglich habe ich einmal im Bereich Produkt­mana­gement gear­beitet, bin dann später in den Bereich Marketing & Sales gewechselt und dann wieder durch die Tätigkeit mit einem Dach­fonds­manager in das Segment Fonds­selektion & Fonds­boutiquen «gerutscht». Durch die damalige Zusam­men­arbeit mit der Uni­versal Investment bin ich zum Schreiben über den Themen­bereich Fonds­boutiquen & Private-Label-Fonds gekommen. Vor zwei Jahren hat mir die Fonds­gesellschaft Ampega den Anstoss (Impuls & Unter­stützung) gegeben, meine Website mit dem Titel fondsboutiquen.de aufzu­setzen. Aufgrund dieses Projektes ergibt sich zusätzlich die Möglich­keit, kleinere Boutiquen im Markt etwas visibler zu machen. Social Media, Presse, Interviews, oft auch Direkt­kontakt zu Inves­toren (kein Ersatz für Vertrieb – eher im Sinne: Direkt einmal fragen, ob Inte­resse an einem Direkt­kontakt zum Boutiquen-Inhaber besteht – dieser muss fachlich als Gesprächs­partner beim Investor punkten, einen Mehr­wert in Sachen Edu­cation bieten, es besteht kein Inte­resse an reinen «Produkt­promotion-Gesprächen»), Events begleiten und bewerben, Themen­kampagnen zu bestimmten Asset-Klassen begleiten, Gast­beiträge veröffent­lichen, «Auf-den-Punkt-White­paper» zu Fach­themen etc. Diese publi­zis­tischen Tätig­keiten unter­stützen einer­seits meine Fach­projekte, ande­rer­seits lerne ich hierdurch eine grosse Anzahl von inte­res­santen Persön­lich­keiten kennen, national und inter­na­tional. Inte­ressant ist vielleicht, dass ich über die Jahre hier viele Kontakte in dem Bereich «Nicht-liquide-Produkte» gewonnen habe – AIF-Segment, Real Assets, Immo­bilien, Venture Capital, Private Equity etc.: Auch hier gibt es viele inte­ressante Unter­nehmer, die sich mit dem Themen­kreis Visi­bi­lität, Posi­tio­nierung & Branding ausein­ander­setzen. Caduff: Haben Sie

  • Real Assets, Digital Assets, Alternative Investments und ESG – viele dieser Themen werden auch in 2022 mit großem Interesse von Asset Management Consultants verfolgt. Markus Hill sprach für Finanzplatz Frankfurt Main mit Alexander Scholz, Telos GmbH, über den aktuellen Fokus von institutionellen Investoren in diesen Anlage-Segmenten und über aktuelle Ergebnisse der Telos Master-KVG-Studie. Abgerundet werden seine Ausführungen durch Gedanken zu virtuellen und realen Welten, Smarttrainer und isotonischen Kaltgetränken. Hill: Herr Scholz, Sie bei TELOS pflegen ja eine enge Beziehung zu institutionellen Investoren, sind hier konstant im Dialog. Was beobachten Sie aktuell in dieser Anlegergruppe? Scholz: Wir sehen weiterhin einen ganz klaren Trend zu den sogenannten Alternativen Investments. Neben dem Klassiker Immobilien sind dies nun vor allem Private Debt, Infrastruktur und Erneuerbare Energien. Dies zeigen klar die Ergebnisse verschiedenen Umfragen, die wir durchgeführt haben. Bestehende Quoten sollen ausgebaut werden oder bisherige „Nichtinvestoren“ wollen neu in die Assetklassen einsteigen. Zudem registrieren wir ein steigendes Interesse an intelligenten Risikomanagementstrategien. Gerade der Januar hat wieder gezeigt, dass die Kapitalmärkte nun mal keine Einbahnstraße sind und dass die alte Regel der kommunizierenden Röhren (wenn die Aktien fallen, dann steigen die Renten/Staatsanleihen) nicht immer greift. Hier sind einige statische Sicherungsansätze an ihre Grenzen gestoßen. Das dritte große Thema sind die drei Buchstaben „E“, „S“ und „G“ – also Nachhaltigkeit. Getrieben durch verschiedene Faktoren gewinnt das Thema ESG bei den Investoren immer mehr an Bedeutung und beschäftigt dies zunehmend mehr. Dies betrifft zum einen die interne Seite durch das Entwickeln hauseigener ESG Strategien. Dies betrifft aber auch die externen Partner der Investoren durch die steigenden Anforderungen an deren Leistungsfähigkeit im Bereich Nachhaltigkeit. Gerade beim Thema ESG schauen die Investoren ihren Asset Managern zunehmend kritischer auf die Finger. Alexander Scholz, Telos GmbH Hill: Sie betreuen ja auch das Segment der Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGs) – welchen aktuellen Trends sehen Sie hier derzeit? Scholz: Auch bei den Administrationsdienstleistern, insbesondere bei den KVGen, spielen Alternatives und Nachhaltigkeit eine große Rolle. Durch die Veränderungen in den Allokationen der institutionellen Investoren mit steigenden Alternative-Quoten stehen die KVGen vor der großen Herausforderung, diese administrieren und in das ganzheitliche Reporting für die Investoren aber auch in das aufsichtsrechtliche Reporting zu müssen. Hier sehen wir deutliche Anstrengungen bei den KVGen, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Die zweite Baustelle ist das Thema ESG. Dies betrifft die KVGen auf verschiedenen Ebenen. Zum einen müssen sie in der Lage sein, die meist individuellen ESG-bezogenen Anlagerestriktionen überwachen zu können. Zum anderen steigen die Anforderungen der Investoren an ein aussagefähiges Nachhaltigkeitsreporting. Hier reicht der Ausweis eines irgendwie berechneten Carbon-Footprint bei Weiten nicht mehr aus. Die Investoren fordern, teils getrieben durch die Aufsicht, wesentliche detailliertere ESG-Reports und Analysen. Dies bedingt oftmals den Bezug der relevanten Daten von mehreren externen ESG-Datenanbietern, was i.d.R. eine kostspielige Angelegenheit ist und wofür die Investoren in der Breite nicht zwingend bereit sind, zusätzliche Gebühren zu zahlen. In unserer aktuellen Telos Master-KVG Studie haben wir diese und weitere interessante Aspekte rund um den Bereich Master-KVG beleuchtet. Hill: Welche Projekte stehen bei TELOS schwerpunktmäßig in 2022 an? Scholz: Wenn ich jetzt wieder auf Alternatives und Nachhaltigkeit eingehe, denken Sie vermutlich, ich habe einen Sprung in der Platte. Spaß beiseite, natürlich beschäftigen auch wir uns mit diesen Themen. So analysieren wir Asset Manager, Administrationsdienstleister aber auch Fonds hinsichtlich der Leistungsfähigkeit sowie Umsetzung von ESG. Dabei geben wir jedoch nicht vor, was „gut“ oder „böse“ ist, sondern schauen uns das Thema eher in einem holistischen Verfahren prozessual an, d.h. hat der Asset Manager seine Prozesse und seine Struktur in Bezug auf ESG ausgerichtet. Ein anders spannendes Thema, mit dem wir uns befassen, ist die immer stärkere Digitalisierung im Asset Management. Dies betrifft KI-basierte Investmentstrategien, dies betrifft aber auch völlig neue Fondskonzepte, die in digitale Assets wie Kryptowährungen oder andere Token-basierte Assets investieren. Auch im Bereich der Administration wird dieses Thema zukünftig eine große Rolle spielen, denn durch den Einzug digitaler Asset müssen sowohl KVGen als auch Verwahrstellen ihre Prozesse anpassen und teilweise ihr gesamtes Geschäftsmodell überprüfen. Ansonsten werden wir wieder unsere beiden Investoren-Konferenzen, den Wiesbadener Investorentag am 23. Juni und die Wiesbadener Alternative Konferenz am 13. Oktober durchführen – beides als Präsenzveranstaltung. Zudem werden wir auch die ein oder andere Online-Veranstaltung anbieten, wie z.B. am 3. März zum Thema Private Debt. Hill: Verlassen wir die berufliche Ebene. Sie sind ja ein begeisterter Radfahrer. Wie sind Sie durch den schmuddeligen Winter gekommen? Scholz: Auch als Radfahrer habe ich mich inzwischen an ein Leben der virtuellen Welt gewöhnt. Meine Saisonvorbereitung findet inzwischen nahezu komplett im heimischen Keller statt. Hier habe ich die Möglichkeit, auf verschiedenen Online-Plattformen mit meinem Smarttrainer zu trainieren. Dabei kann ich gezielte Trainingsprogramme absolvieren oder auch zur Vorbereitung Strecken virtuell abfahren, die ich später im Jahr real fahren werde. Und wenn ich mich mit anderen Rennradfahrern messen möchte, kann ich an Online-Rennen teilnehmen. Trotzdem ersetzt das natürlich nicht eine Ausfahrt bei sonnigem Wetter mit Freunden in der realen Welt – das gesellige isotonische Kaltgetränk am Ende der Runde eingeschlossen. TELOS GmbH: telos-rating.de Verwandte Beiträge: Sind Fondsboutiquen die Gewinner der COVID-Krise? – Alternative Anlageklassen, ESG, „Alter Mann & Nylonklamotten“ etc. & Veranstaltungshinweis „Wiesbadener Alternative Konferenz“, 4.11.2021 (Interview – Alexander Scholz, TELOS GmbH)Asset Management, Ratings, Manager Search, „Wiesbadener Investorentag“ & „Alternative Konferenz“ (Interview – Alexander Scholz, TELOS GmbH)Finanzplatz Liechtenstein, Family Offices, ESG, CAT Bonds, Kryptoassets, Immobilien und Mezzanine – Sommer, Wandern und der Liechtenstein Weg (Interview – David Gamper, LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband)Stiftungen, Volkswirtschaft, Digitalisierung & ESG – Frankfurt als Center of Competence (Interview – Tobias Karow, STIFTUNGSMARKTPLATZ.EU)„Family Office Management vs. Private Wealth Management“, Asset Management, Trusted Advisor, Kunst, Mittelstand & Digitalisierung (Interview – Dr. Maximilian A. Werkmüller, LL.M., Professor für Finance und Family Office Management – Allensbach Hochschule) Quelle: www.institutional-investment.de Foto: www.istockphoto.com/de/portfolio/AliaksandrAntanovich

  • „Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation“ (George Bernard Shaw). Die Themen Value Investing und Rohstoffe werden vor dem Hintergrund des aktuellen Inflationsschubes bei institutionellen Investoren derzeit intensiv diskutiert. Markus Hill sprach für FONDSBOUTIQUEN.DE mit Alex Rauchenstein, SIA Funds AG, über die mögliche Positionierung in diesem Umfeld, dem Rating-Konzept von Sharing Alpha sowie über geplanten Veranstaltungsaktivitäten in 2022. Abgerundet wurden diese Betrachtungen durch einen interessanten Literaturhinweis bezüglich zukünftiger Trends in der Geopolitik (Ray Dalio). Hill: Wie sehen Sie für 2022 die Entwicklung für die Bereiche Value Investing und Rohstoffe? Rauchenstein: In unseren Augen ergeben sich für Value und Rohstoffinvestoren in 2022 sowie auch in den nächsten Jahren sehr gute Anlagemöglichkeiten mit entsprechenden Renditemöglichkeiten. Für uns als valueorientierte Anleger ist es schon sehr faszinierend zu beobachten, wie die relativen Bewertungen für sogenannte Wachstumswerte gegen Jahresende nochmals fast einen neuen Höchststand erreicht haben. Aber der Krug geht ja bekanntlich zum Brunnen, bis er bricht. Seit Jahresbeginn nun hat das Pendel zu Gunsten von Value-Titeln gedreht, die anstehende Wende bei den Zinsen und die sehr hohen bereits eingepreisten Wachstumserwartungen bei vielen Growth Unternehmen sind wohl die beiden Hauptgründe dafür. Kurz ein paar Punkte in eigener Sache, zugegebenermaßen etwas „werbeträchtig“, ausnahmsweise – bewertet ist unser Long Term Investment Fund Classic derzeit sehr attraktiv mit einem KGV 22 von 11x, einer erwarteten Dividendenrendite von 3.2% und einem Preis/Buchwert von 1.7x. Die Werte bei unserem Rohstofffonds sehen ähnlich aus. Gerade Rohstoffaktien bieten aktuell sehr attraktive Anlagemöglichkeiten, um sich vom Werteverfall des Geldes zu schützen und somit seine reale Kaufkraft zu erhalten. Aufgrund fehlender Ersatzinvestitionen in diesem Bereich werden die nächsten Jahre von abnehmender Erhältlichkeit von vielen Rohstoffen geprägt sein. Entsprechend profitieren gut positionierte Unternehmen in diesem Bereich in den nächsten Jahren. Hill: Sie haben im vergangenen Jahr eine Auszeichnung von Sharing Alpha erhalten. Welches Konzept steht hinter diesem Rating-Ansatz? Rauchenstein: Ja, unser Long Term Investment Fund Natural Resources war im Jahr 2021 der Gewinner in seiner Kategorie (Rohstoffaktienfonds). Auf dieser Plattform sind wir seit dem letzten Jahr und finden das Konzept sehr interessant, denn bei SharingAlpha wird ein Fonds von Fondsselektoren in Bezug auf die Fähigkeit einer zukünftigen Outperformance bewertet und nicht einfach nur aufgrund der historischen Performancezahlen der letzten drei oder fünf Jahre. Zudem werden die Fondsselektoren ihrerseits ebenfalls anhand ihrer Bewertungen gemessen und können sich so einen Track Record als gute Fondsselektoren erarbeiten. Sowohl unser Unternehmen als auch unsere beiden Fonds erhielten sehr gute Noten auf SharingAlpha. Hill: Welche Themen und Aktivitäten stehen bei Ihnen in 2022 an? Rauchenstein: Dieses Jahr haben wir einige Formate geplant. Hier nur in Kürze die wichtigsten Stichpunkte in Sachen Veranstaltungen. Am 11.2. werden wir einen Investoren Zoom Call veranstalten. Wir nehmen an der Finanz‘22 am 27.4. und 28.4. und am Value Day am 10.6. in Zürich teil. Geplant sind auch eine Lunchpräsentation in Mannheim im Juni und in Frankfurt im September diesen Jahres. Hill: Neben Portfolio Management sind Sie ja offen für viele Themen. Lesen Sie momentan etwas Besonderes? Rauchenstein: Ja, „The Changing World Order“ vom Aufstieg und Fall von Nationen von Ray Dalio. Auch deshalb von besonderem Interesse für mich, da gerade der Bereich Rohstoffe und Geopolitik öfters bei unseren Investoren-Zoom-Calls und bei Veranstaltungen vor Ort Diskussionsthema waren. Strategische Metalle, Öl, USA versus China etc. – Urs Marti hat zum Beispiel als Rohstofffondsmanager hier oft sehr interessante Ansichten. Zumal auch er ein leidenschaftlicher Leser ist und gerne über den Tellerrand hinausschaut, oft können wir uns hier in der Diskussion die Bälle zuspielen. Man unterschätzt häufig, dass viele Investoren ein sehr grosses Interesse an solchen Diskussionen haben Hill: Vielen Dank für das Gespräch. *) Markus Hill ist unabhängiger Asset Management Consultant in Frankfurt am Main.Kontakt: info@markus-hill.de; Website: www.markus-hill.deSIA Funds AG (Strategic Investment Advisors Group) / Veranstaltungshinweis «Institutionelle Investoren – 11.2.2022»: www.s-i-a.ch Verwandte Beiträge: Finanzplatz Schweiz und Rohstoffe – „THE WORLD FOR SALE – Money, Power and the Traders Who Barter the Earth’s Resources“ (Buchbesprechung – Urs Marti, SIA Funds AG) Value Investing, Rohstoffe, ESG – China, Öl, Kernenergie & General Patton (Interview – Urs Marti, SIA Funds AG) China, Geopolitik, Rohstoffe, Value Investing und Südtirol (Interview – Urs Marti, SIA Funds AG) Öl, ETFs, Lager, negative Preise, Handel und Nassim Thaleb (Urs Marti) Rohstoffe, Value Investing, Family Offices und Hugo Stinnes (Interview – Urs Marti, SIA Funds) Value versus Growth, Rohstoffe, Indien, Jugend und die innere Ruhe (Interview – Alex Rauchenstein, SIA Funds AG) Quelle: www.institutional-investment.de Foto: www.istock.com/Juergen Sack

  • Dear ClientsWe would like to draw your attention to our conference call on Friday, February 11 at 10.00 AM to which you are kindly invited.(In case you won’t be able to attend: The call will be recorded and you can find the link on our homepage under News.)The purpose of this call is to inform you on the development of our funds in 2021 and since the beginning of the year as well as to give you an outlook for the current year.   The following people will present: Prof. J. Carlos Jarillo, Founding PartnerMarcos Hernandez, CIO/PartnerUrs Marti, PartnerAlex Rauchenstein, CEO/Partner SIA Team Informationen zur Anmeldung: redaktion@fondsboutiquen.de SIA-Funds: www.s-i-a.ch Verwandte Beiträge: Finanzplatz Schweiz und Rohstoffe – „THE WORLD FOR SALE – Money, Power and the Traders Who Barter the Earth’s Resources“ (Buchbesprechung – Urs Marti, SIA Funds AG)Value Investing, Rohstoffe, ESG – China, Öl, Kernenergie & General Patton (Interview – Urs Marti, SIA Funds AG)China, Geopolitik, Rohstoffe, Value Investing und Südtirol (Interview – Urs Marti, SIA Funds AG)Öl, ETFs, Lager, negative Preise, Handel und Nassim Thaleb (Urs Marti)Rohstoffe, Value Investing, Family Offices und Hugo Stinnes (Interview – Urs Marti, SIA Funds)Value versus Growth, Rohstoffe, Indien, Jugend und die innere Ruhe (Interview – Alex Rauchenstein, SIA Funds AG) Photo: www.istock.com/laimdota

  • Aristoteles entwickelt in der Nikomachischen Ethik das Konzept der Eudaimonie als einem Kernbegriff der antiken Philosophie. Damit meint er das vollkommene, absolute Gute, das sich in dauerhaften Handlungen vollzieht. Bei näherer Betrachtung wird auch die Verbindung zu Mäzenatentum und Philanthropie deutlich. Um das Heute zu verstehen, lohnt sich oftmals der Blick in die Vergangenheit. So auch, um sich einem besonderen Verständnis von Mäzenatentum und Philanthropie zu nähern. In diesem Fall reicht der Blick in die Vergangenheit sogar fast 2500 Jahre zurück und führt ins antike Griechenland. Und zwar zu Aristoteles (384 bis 322 vor Christus), dem wohl bekanntesten Schüler des großen Platon. Aristoteles gehört zu den einflussreichsten Philosophen und Naturforschern der Geschichte und hat zahlreiche Disziplinen entweder selbst begründet oder maßgeblich beeinflusst, darunter Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie, Logik, Biologie, Physik, Ethik, Staatstheorie und Dichtungstheorie. Nikomachische Ethik ist die älteste wissenschaftliche Ethik Europas Eigentlich kann man nicht sagen, dass Aristoteles für etwas besonders bekannt war. Seine überlieferten Werke in Gänze haben die europäische Geistesgeschichte und kulturell-intellektuelle Entwicklung derart geprägt, dass man von jeder Wertung besser Abstand nehmen sollte. Ist die Poetik wichtiger als die Rhetorik, die Metaphysik wichtiger als die Politik? Was im Zusammenhang mit Mäzenatentum und Philanthropie indes als herausragend erscheint, ist die Nikomachische Ethik. Die Nikomachische Ethik (im Folgenden werden Zitate aus der Nikomachischen Ethik mit dem Kürzel „NE“ in Kombination mit dem entsprechenden Buch und Kapitel gekennzeichnet) gilt als die bedeutendste der drei unter dem Namen des Aristoteles überlieferten ethischen Schriften und ist die älteste wissenschaftliche Ethik Europas. Die Bücher V—VIII sind identisch mit den Büchern IV—VI der Eudemischen Ethik. Das Endziel ist die Erlangung des eigentlichen Guten Aristoteles entwickelt in der Nikomachischen Ethik das Konzept der Eudaimonie als einem Kernbegriff der antiken Philosophie. Der Begriff geht auf das altgriechische „εὐδαιμονία“ zurück, das so viel bedeutet wie „von gutem Geist“. Gewöhnlich wird Eudaimonie einfach mit „Glück“ oder „Glückseligkeit“ übersetzt. Das ist in der klassischen Philologie und Philosophie umstritten, weshalb der Begriff häufig in der Fachliteratur nicht übersetzt wird. Schon weit vor Aristoteles ist die Eudaimonie ein Basiskonzept in Literatur und Philosophie. So unterscheidet beispielsweise Platon zwischen dem erfreulichen Zustand Eudaimonie als hohem Wert und der Lust („hēdonḗ“), die er als Gut niederen Ranges betrachtet. Mit Eudaimonie meint er das vollkommene, absolute Gute, das in der platonischen Werteordnung höchsten Rang einnimmt. Diese Haltung nimmt auch Aristoteles ein. in der Nikomachischen Ethik benennt Aristoteles die Eudaimonie als das für einen Menschen höchste Gut, ohne Platon zu kopieren. Denn Aristoteles lehnt die platonische Ideenlehre ab und ordnet die Ziele hierarchisch. Das Endziel ist die Erlangung des eigentlichen Guten, das an der Spitze aller Güter steht. Somit besteht die Hauptaufgabe der philosophischen Ethik darin zu bestimmen, was das höchste Gut ist: „Jede Technik und jede Methode, desgleichen jedes Handeln und jedes Vorhaben zielt, wie es scheint, auf irgendein Gut ab; deshalb hat man das Gute treffend als das bezeichnet, worauf alles abzielt.“ (NE I 1, 1094a) Das Gute ist ein verbindendes, übergeordnetes Prinzip In der Wissenschaft herrscht Einigkeit, dass das Gute zugleich ein sittlicher Grundbegriff ist und damit die Frage betrifft, wie man sein und sich verhalten soll. Das Gute zielt damit nicht allein auf Vorteilsmaximierung im Sinne des Wollens und Wünschens ab (vgl. Buchheim, Thomas (1999): Aristoteles. Freiburg/Basel/Wien: Herder, S. 145). Das folgt dem Verständnis, dass Aristoteles das Gute als intersubjektiven Begriff ansieht, der immer relativ auf den Menschen als rationales Wesen abgestellt ist, der sich kontinuierlich im Austausch mit anderen darüber befinde, was gut ist oder eben nicht (vgl. ebd.). Kurz gesagt: Das Gute ist ein verbindendes, übergeordnetes Prinzip, das sich nicht in Details verstrickt und auch nicht nur in Bruchstücken verstanden werden kann. Der, der wirklich gut sein will, muss dies als Globalziel anerkennen. Es reicht nicht aus, temporär gut zu sein. Das Gute als Zweck des Lebens ist menschliche Handlungsmaxime und identitätsstiftende Kategorie. Es genügt also nicht, tugendhaft und gut sein zu wollen. Die Handlungen müssen diesem Vorsatz entsprechen, um wirklich gut zu sein. Das Gutsein wird zum Maßstab des Handelns. Freigebigkeit setzt den Besitz von Geldmitteln voraus Interessanterweise erkennt Aristoteles auch bestimmte Grundbedingungen, um der Handlungsmaxime der dauerhaften guten Tat entsprechen zu können. Das Gute kann sich nur in echten Handlungen vollziehen, die wiederum von der Möglichkeit vorgegeben sind, die dafür notwendigen Mittel vorzuhalten. Freigebigkeit setzt den Besitz von Geldmitteln voraus! Eudaimonie, Glückseligkeit, wird um ihrer selbst willen erstrebt (das sogenannte Ergon-Argument). Alle anderen Güter werden nur benötigt, um dieses Ziel zu erreichen. Damit ist Eudaimonie das vollkommene und selbstgenügsame Gut und das Endziel des Handelns und das „Erstrebenswerteste von allem, und zwar so, dass man ihm nichts mehr hinzufügen kann“ (NE I 5, 1097b). Aber es lässt sich nur dann erreichen, wenn die wirtschaftliche Basis abgesichert ist. Wer finanzielle Not leidet, kann sich dem Guten nicht mit voller Kraft zuwenden, da er um die eigene Existenz kämpfen muss. Mäzene stiften Sinn auf vielen Ebenen Hierbei wird auch die Verbindung zu Mäzenatentum und Philanthropie deutlich. Ein Mäzen ist bekanntlich eine Person, die einen anderen Menschen, einen Verein oder Einrichtungen mit Geld bei der Umsetzung eines Vorhabens unterstützt, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen. Dafür wird also persönliches Vermögen benötigt – und zwar der Teil des Vermögens, der nicht zur Deckung der eigenen Bedürfnisse benötigt wird. Im Leben des Mäzens ist also die Unterstützung einer kulturell-künstlerischen Sache die Eudaimonie, das große Gute, der übergeordnete Zweck der Existenz. Mäzene stiften Sinn auf vielen Ebenen. Sie übernehmen Verantwortung für den Kulturbetrieb und werden beispielsweise Teil einer Gemeinschaft, die Musik als Quelle der Inspiration und Lebensfreude auf höchstem Niveau fördert. Das ist die Handlungsmaxime eines Mäzens: für Künstlerinnen und Künstler eine existentielle Unterstützung zu schaffen, um Entfaltung und künstlerisches Schaffen zu ermöglichen. Durch dieses Tun erreichen Mäzene ihre Eudaimonie und beweisen ihren Weg zum Guten im Aristotelischen Sinne. Somit beschreibt Aristoteles, ohne es zu nennen, in der Nikomachischen Ethik die Grundprinzipien von Mäzenatentum und Philanthropie. Aristoteles fragt sich, wie das Leben zu Eudaimonie führen kann. Die Antwort ist gegeben: durch echte Handlungen, die das Gute fördern, wie es Mäzene tun. Der Sinn des Lebens ist Eudaimonie; diese kann nicht hedonistisch-individualistisch gelingen, sondern allein durch die Kultivierung einer sinnvollen, zweckgerichteten Existenz, um

  • 1. ESG-Experten-Forum – Es gibt keinen Plan(et) B (Ampega, Veranstaltungshinweis) Als einer der ESG-Pioniere ist Ampega Spezialist für Management und Administration von nachhaltigen Publikums- und Spezialfonds. Gemeinsam mit unseren ESG-Labelpartnern verfügen wir über umfassende Investment Kompetenz und bieten qualitative Lösungen mit komplexen ESG-Profilen. Das ESG-Experten-Forum liefert Ihnen aktuelle ESG-Aspekte und notwendige Transparenz für ethisch nachhaltige Kapitalanlagen und wird vom Ampega-Team moderiert. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird das ESG-Experten-Forum nicht physisch sondern online und ohne geographische Grenzen stattfinden. Zu dieser virtuellen Veranstaltung am 09.12.2021 von 11:00 Uhr bis ca. 12:30 Uhr laden wir Sie ganz herzlich ein. Die Experten: Christian Exner, Portfoliomanagement, Eichkatz Asset Managers & Dietrich Grönemeyer(,,Medizin 360 – Der Grönemeyer Weg für gesunde und nachhaltige Portfolioerträge“) www.eichkatz-am.de Dr. Oliver Klehn, Geschäftsführung, SIQNA Asset Management (,,SIQNA – Sicher, quantitativ, nachhaltig – der Wert und mehr Nachhaltigkeit durch aktive und systematische Portfoliosteuerung“) www.siqna.de Sebastian Riefe, Senior Portfolio Manager, Ampega Investment (,,Verantwortungsvoller Vermögensaufbau im Einklang mit Menschlichkeit, Ethik und franziskanischen Werten“) www.ampega.de & www.terrassisi.de / www.franziskaner-helfen.de Stefan Rehder, Geschäftsführung, Value Intelligence Advisors (,,Reflation, Inflation, Stagflation -Nachhaltige & wertorientierte Aktienanlage unter veränderten Rahmenbedingungen der 20er Jahre“) www.via-value.deWEBINAR / INFORMATION / ANMELDUNG: ESG-Experten-Forum 2. Das Single Family Office Investmentkomitee (Gastbeitrag – Markus Schwingshackl, Centro LAW) „Im Gegensatz zu institutionellen Akteuren haben nicht alle Family Offices ein Investmentkomitee. Die individuelle Anlagestrategie hingegen ist das Herzstück eines Single Family Offices, um die Ausrichtung auf den Vermögenszweck der Familie sicherzustellen. Letztlich müssen die finanziellen Ziele die Werte und den Vermögenszweck der Familie im Rahmen der Family Office Governance kohärent ergänzen. Da eine Strategie nur so gut ist wie ihre Ausführung, beleuchtet dieser Beitrag den Prozess der Gründung eines Family Office Investmentkomitees.Wie bei Anlagestrategien sollte man auch hier nicht Standardansätzen folgen. Es empfiehlt sich ein massgeschneidertes System, das auf die individuellen Bedürfnisse des Single Family Offices eingeht. Die wesentliche Grundlage und der Fahrplan des Investmentkomitees ist die Anlagestrategie. Diese definiert den Zweck und die Ziele, Standards, Prozesse, Überprüfungs- und Berichtsverfahren sowie Praktiken zur Behebung von Performance Missverhältnissen.“ LINK ZUM ARTIKEL: Das Single Family Office Investmentkomitee (Markus Schwingshackl) 3. FONDSBOUTIQUEN.DE & FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE Unabhängige Asset Manager (Fondsboutiquen) erfreuen sich einer großen Beliebtheit bei privaten und institutionellen Investoren. Unabhängig von der jeweiligen Asset-Klasse (Aktien, Renten, Immobilien etc.) und von der Produktverpackung (Publikumsfonds, Spezialfonds, AIF) punkten die stark unternehmerisch geprägten Asset Manager durch Unabhängigkeit (U), Spezialisierung (S) und Authentizität (A). Zumeist liegt keine Konzernbindung vor, man konzentriert sich auf eine beziehungsweise wenige Asset-Klassen, man hat Skin-in-the-Game: Authentizität bedeutet hier, dass viele dieser eigentümergeführten Häuser die Fonds (Private Label Fonds) mit eigenem Geld starten und dass die Unternehmer (Fondsinitiatoren) für Ihre Sache „brennen“. Die unabhängige Seite www.fondsboutiquen.de diskutiert mit Freude die oben genannten Themenfelder und ist für Input, Ideen und Anregungen in diesem Marktsegment dankbar: redaktion@fondsboutiquen.de FRANKFURT AM MAIN bietet als Stadt immer wieder genügend Anlass zu Reibung und Politur. Einerseits wird vor dem Hintergrund von Themen wie Brexit, EZB-Politik und Finanzindustrie die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes in den Vordergrund gestellt, andererseits wird der Stadt oft zu Unrecht eine mangelnde Attraktivität in den Bereichen wie Kultur und Lebensqualität unterstellt. Kontroverse Ansichten laden zum Dialog ein, so weit so gut. Unbestritten sind die Qualitäten Frankfurts als zentraler Standort und Multiplikator, wenn es um Themen wie Finanzkommunikation und Finanzindustrie-Events geht. Neben bekannten Formaten wie BVI Asset Management Konferenz, Institutional Money Congress oder Formaten wie Deutsches Eigenkapitalforum gibt es eine Vielzahl weniger bekannter, kleinerer Veranstaltungen. www.finanzplatz-frankfurt-main.de / redaktion@finanzplatz-frankfurt-main.de


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